Der vhs Filmclub Emden bringt seit mehr als fünf Jahrzehnten Filme abseits des Hollywood-Mainstreams nach Emden. Die Programmgestaltung verantwortet ein ehrenamtliches Team, das regelmäßig die Wünsche der Filmclub-Mitglieder berücksichtigt. Gezeigt wird montags jeweils um 20 Uhr im CineStar Emden am Wasserturm; mittwochs folgen Wiederholungen oft in Originalsprache mit Untertiteln.
Im Februar / März 2026 stehen auf dem Programm:
- „Blindgänger“ – Episodenfilm aus Deutschland (Mo 23.02. & Mi 25.02., 20 Uhr). (D 2024, 95 Min.)
Regie: Kerstin Polte
Mit: Anne Ratte-Polle, Haley Louise Jones, Bernhard Schütz, Claudia Michelsen, Daniel Sträßer, Karl Markovics u.a.
Der Fund einer Weltkriegsbombe löst in Hamburg eine großflächige Evakuierung aus. In dieser Ausnahmesituation treffen unterschiedliche Menschen aufeinander, alte Konflikte und verdrängte Erfahrungen brechen auf.
Der Episodenfilm verbindet individuelle Geschichten mit der Frage, wie Menschen in unsicheren Zeiten reagieren: auf Angst, Kontrollverlust, Nähe. Im Zentrum stehen Verletzlichkeit und die Möglichkeit kurzfristiger Solidarität – nicht mit großer Geste, sondern in Momenten. - „Die jüngste Tochter“ – Vielschichtiges Drama (Mo 02.03. & Mi 04.03., 20 Uhr). (F/D 2025, 107 Min.)
Regie: Hafsia Herzi
Nach dem Roman von Fatima Daas
Mit: Nadia Melliti, Ji-Min Park, Amina Ben Mohamed, Melissa Guers, Rita Benmannana
Fatima, 17, wächst als jüngste Tochter einer französisch-algerischen Familie in einem Pariser Vorort auf. Sie spielt Fußball, bewegt sich souverän im Freundeskreis der Jungs – und verbirgt, dass sie sich zu Frauen hingezogen fühlt.
Mit dem Beginn eines Philosophiestudiums in Paris erweitert sich ihr Horizont. Zwischen religiöser Prägung, familiären Erwartungen und dem Wunsch nach Selbstbestimmung gerät sie zunehmend unter Druck.
Das Drama folgt nüchtern dem Prozess eines inneren Coming-outs: der Suche nach Identität, Zugehörigkeit und einem eigenen Platz – jenseits vorgegebener Rollen. Der Film arbeitet überwiegend mit Laiendarstellerinnen und setzt auf Unmittelbarkeit statt Pathos.
