Texte · Spaziergänge · Einordnungen

Rainer Baltrusch, Landwirt in Wybelsum

Wie funktioniert solidarische Landwirtschaft konkret? Dieser Frage bin ich in Emden-Wybelsum nachgegangen. Am 25. Juni 2026 habe ich den Landwirt Rainer Baltrusch auf seinem Hof besucht und mir erklären lassen, wie Ernteanteile, gemeinsame Verantwortung und regionale Versorgung zusammenspielen. Das Prinzip ist einfach, aber nicht banal: Verbraucherinnen und Verbraucher kaufen nicht nur Gemüse, sondern tragen einen Hof mit. Ein längerer Bericht folgt in der kommenden Woche.

Wenn der Abriss plötzlich im Zimmer landet

In der Brückstraße ist bei Abrissarbeiten am 08.07.2026 plötzlich eine Außenwand einer Mietwohnung weggebrochen. Die Bilder sind drastisch. Doch die wichtigere Frage lautet: Wer wusste vorher von dem Riss – und wer hätte reagieren müssen? Stadtwalk fragt bei Stadt, Bauaufsicht und Verantwortlichen nach.

Mona Bürger, Pastorin in Emden

Wie wird man Pastorin, wenn dieser Weg gar nicht der erste Plan war? In meinem Porträt über Mona Bürger geht es nicht nur um Kirche und Glauben, sondern auch um Sprache, Zweifel, Prägungen und den Blick auf Menschen, die leicht übersehen werden. Ein persönliches Gespräch über Haltung, Verletzlichkeit und das Trotzdem.

Kriminalität in Emden: Die Zahlen richtig lesen

Die Polizeistatistik 2025 zeigt für Emden kein einfaches Bild. Manche Zahlen sinken, andere bleiben auffällig. Doch Begriffe wie Hellfeld, Häufigkeitszahl oder Aufklärungsquote sind keine Alltagssprache. Bevor StadtWalk einzelne Entwicklungen betrachtet, klären wir die Grundlagen: Was zeigen die Zahlen wirklich? Wo führen sie in die Irre? Und warum helfen weder Panik noch Beschwichtigung weiter?

Geschlechtergerechtigkeit bleibt Arbeit

Ein Vortrag in Emden machte deutlich: Geschlechtergerechtigkeit ist kein erledigtes Kapitel, sondern ein umkämpftes Feld. Es geht um Rechte, Sichtbarkeit, Sprache, Schutz vor Gewalt, queere Angebote und antifeministische Gegenbewegungen. Bemerkenswert war der nüchterne Zugriff: Nicht Heldentum wurde empfohlen, sondern Analyse, Dokumentation, Schutz, Vernetzung und klare Grenzen. Also im Grunde das Unspektakulärste der Welt. Aber auch so wirksam.

Wasser ist mehr als Trinkwasser

Wasser ist in Emden überall: Zuerst kommt es aus dem Hahn, es fließt durch die Kanäle und Gräben, es plätschert in Hafenbecken und Übergangsgewässern. Es ist also so offensichtlich wie unscheinbar. Erst wenn etwas auffällt, wie tote Fische, Geruch, Trübung oder Verfärbung, schaut man genauer hin. Ein Dossier zum Thema lokales Wasser, schafft hier ein bisschen Klarheit: Denn gut kontrolliertes Trinkwasser sagt uns noch nicht, wie es einem Kanal oder einem Gewässerökosystem geht.

StadtWalk: Ein unabhängiges Stadtmagazin über Emden und Ostfriesland.