Wie krisenfest ist Emden?

Foto: JoachimKohler-HB / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Stadtwalk startet eine neue Recherche-Serie über Vorsorge, kritische Infrastruktur und die Frage, was passiert, wenn der Alltag plötzlich nicht mehr funktioniert

Was passiert in Emden, wenn für einige Stunden oder sogar Tage der Strom ausfällt? Funktioniert die Wasserversorgung weiter? Wie werden Menschen gewarnt, wenn Mobilfunk und Internet ausfallen? Wie lange können Krankenhaus und Pflegeeinrichtungen ohne reguläre Stromversorgung arbeiten? Und wer kümmert sich um Menschen, die im Alltag auf technische oder medizinische Hilfe angewiesen sind?

Krisenvorsorge klingt zunächst nach einem Thema für Katastrophenschützer, Feuerwehr und Verwaltung. Tatsächlich betrifft sie jedoch beinahe alles, was unseren Alltag selbstverständlich erscheinen lässt: Strom und Wasser, Kommunikation, Lebensmittel, Verkehr, Gesundheitsversorgung – und in einer Hafenstadt wie Emden auch Hafen und Logistik.

Hinzu kommen Risiken, die für Ostfriesland keineswegs theoretisch sind: Sturmfluten und Starkregen, Hitze und Trockenheit, technische Störungen, Cyberangriffe oder länger andauernde Ausfälle wichtiger Infrastruktur.

Stadtwalk will deshalb in den kommenden Wochen genauer hinsehen.

Unter der Überschrift „Wie krisenfest ist Emden?“ werden wir untersuchen, welche Vorsorge es gibt, wer im Ernstfall verantwortlich ist und wo möglicherweise Lücken bestehen. Wir wollen mit Verwaltung und Einsatzkräften sprechen, mit Stadtwerken, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, Unternehmen und Menschen, die im Katastrophenschutz ehrenamtlich arbeiten.

Dabei geht es nicht darum, Katastrophenszenarien auszumalen. Uns interessiert etwas viel Alltäglicheres:

Wie gut funktioniert eine Stadt, wenn Dinge, auf die wir uns normalerweise verlassen, plötzlich nicht mehr funktionieren?

Den Anfang machen wir mit einer einfachen Frage:

Was würde in Emden bei einem 48-stündigen Stromausfall passieren?

Und von dort aus arbeiten wir uns weiter vor.