Seit dem 5. Oktober rollen wieder regulär Züge zwischen Leer und Groningen. Nach fast elf Jahren Unterbrechung ist damit eine wichtige Verbindung zwischen Ostfriesland und den Niederlanden zurück. Doch der Neustart verläuft weniger reibungslos als die feierliche Eröffnung vermuten ließ.
Werktags müssen Reisende häufig noch in Winschoten umsteigen, während am Wochenende stündliche Direktverbindungen angeboten werden. Dazu kamen bereits in den ersten Betriebstagen Zugausfälle und Störungen. Am Montagmorgen sorgte zudem ein Blitzeinschlag zeitweise für eine Unterbrechung der Strecke.
Die Wunderline ist damit zwar zurück – aber noch nicht am Ziel. Auch der weitere Ausbau Richtung Bremen bleibt offen. Eine durchgehende Verbindung Groningen–Bremen ist weiterhin geplant, ein verlässlicher Termin dafür steht jedoch noch nicht fest.
Für die Region bleibt die Wiedereröffnung trotzdem ein wichtiger Schritt. Entscheidend wird nun sein, ob aus der symbolträchtigen Rückkehr tatsächlich eine zuverlässige grenzüberschreitende Bahnverbindung wird.
